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Lauenburg: Rufer am Ufer
Stellen Sie sich besser
nicht bei Lauenburg an die Elbe, um nach dem Fährmann zu rufen, der Sie
hinüberrudern soll. Der 'Rufer' (eine Statue) versucht es schon seit
Jahrzehnten vergebens. Bummeln Sie lieber durch die malerische Unterstadt,
von der 124 Stufen hinauf zum alten
Schloßturm führen, dem Wahrzeichen der
Stadt. Hübsche kleine Fachwerkhäuser aus vier Jahrhunderten bilden den
Kern der Schiffer-Stadt mit dem auffallend kleinen Marktplatz. Denn Handel
spielte hier nie eine besonders bedeutende Rolle. Mit Ausnahme zur
Blütezeit Lüneburgs, als die ,Alte Salzstraße' nach Lübeck durch
Lauenburg führte. Wichtiger aber waren die Wasserstraßen, wie der Stecknitz-Delvenau-Kanal. Er diente 500 Jahre lang
der Schiffahrt als
Verbindung der Elbe mit der Ostsee, bis er 1900 vom Elbe-Trave-Kanal abgelöst
wurde. Die Palmschleuse, die 1724 erneuert wurde, ist die älteste
Schleuse Europas mit Zwei-Kammer-System und erinnert noch heute an diesen
einst berühmten Kanal.
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Lauenburg:
Die Stadt mit den 2
Etagen
Das uralte Schifferstädtchen
an der Elbe empfängt Besucher gleich mit dem stolzen Wegweiser:
'Malerische Unterstadt'. Steile Straßen und Treppenwege führen von der
Oberstadt hinab. So können Sie Lauenburg aufs Dach oder in den Keller
steigen. Wo wollen Sie beginnen? Ganz oben? Dann hinauf auf den Schloßturm.
Von dort und v on der Schloßterrasse läßt sich die Unterstadt aus höchster
Warte betrachten. Durch den Wallgraben geht es hinunter ans Elbufer: überall
Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jh. - ein Bild aus alten Tagen,
malerische Winkel, wohin das Auge blickt. Hier in der Elbstraße grüßt
der 'Rufer' die vorbeifahrenden Schiffe, gibt das Elbschifffahrtsmuseum
mit Situationsbildern, Modellen und Originalstücken anschaulichen
Einblick in alles, was im Laufe der Jahrhunderte auf der Elbe schipperte -
aber auch auf dem Wasserweg nach Lübeck. Der Stecknitzkanal, älteste künstliche
Wasserstraße Europas, und die Palmschleuse machten es möglich.
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Dömitz: Hafen, Düker und
Schleusen
Dömitz liegt am rechten
Ufer der Elbe und verfügt über einen früher wichtigen, nun wieder neu
zu belebenden Flußhafen an der Mündung der kanalisierten Elde, der Müritz-Elde-Wasserstraße.
Unter ihr wird der im Zuge von Meilorationsmaßnahmen (1969 bis 1973)
verlegte und ebenfalls
kanalisierte Flußlauf der Löcknitz in einem 85
Meter langen Unterführungskanal, dem 'Düker', hindurchgeleitet. Eine
erste Eldeschleuse war bereits 1835/1836 erbaut worden, um den
Wasserfahrzeugen den Übergang in die Elbe zu ermöglichen. Anstelle der
im Laufe der Zeit gänzlich heruntergekommenen Schleuse hat man in den
Jahren 1990 bis 1992 eine ganz neue, mit allen notwendigen modernen
Einrichtungen ausgerüstete geschaffen. Der freundliche Schleusenwart läßt
den interessierten Besucher gern bei seiner Arbeit aus der Nähe
zuschauen. Er braucht heutzutage nur noch auf den richtigen Knopf zu drücken,
dann öffnen oder schließen sich die starken Schleusentore von selbst vor
oder hinter den Schiffchen.
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Dömitz: Elbbrücken und
Reutergeld

Die Reste der 1945
zerbombten Dömitzer Elbbrücken wurden auf der niedersächsischen Seite bis
zur Wende jahrzehntelang als Ausguck über den Eisernen Vorhang besucht. Am 18. Dezember 1992 ist die neue Straßenbrücke dem Verkehr übergeben
worden; der lange Torso der Eisenbahnbrücke ragt nach wie vor in die Elbauwiesen. |
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Die starke Dömitzer
Festung, ein 1558 bis 1570 erbautes Pentagon, hat alle Kriege überstanden,
ohne jemals ernsthaft
bedroht worden zu sein. Hier mußte der aufmüpfige
niederdeutsche Dichter Fritz Reuter 1839/1840 den Rest seiner insgesamt
siebenjährigen 'Festungstid' als Gefangener verbringen. Im Turm neben dem
alten Kommandantenhaus, in dem heute das interessante Heimatmuseum (Mo.
geschl.) untergebracht ist, hat man die einstige Festungskapelle
eingerichtet zur Gedenkhalle für Reuter. Sie informiert über seine
Biographie und zeigt eine Sammlung von 'Reutergeld', Notgeldscheinen der
20er Jahre mit plattdeutschen Reuterzitaten. |
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Magdeburg: Unserer Lieben Frauen
Mit der ehemaligen
romanischen Klosteranlage
Unserer Lieben Frauen,
die nördlich an den Domplatz anschließt, lernen Sie das älteste erhaltene
Baudenkmal Magdeburgs kennen. Es entstand 1015 als Augustiner-Chorherrenstift.
Zusammen mit den Klöstern St. Mauritius, St. Sebastian und dem Kloster
Berge bildete es ein für das Mittelalter beachtliches geistliches und
kulturelles Zentrum. 1129 wurde das Chorherrenstift Sitz des Prämonstratenserordens.
Die Mönche errichteten
eine neue romanische Basilika mit erhöhtem Mittelschiff und zwei niedrigen
Seitenschiffen. Heute dient die Klosterkirche als Konzerthalle, benannt
nach dem musikalischen Sohn der Stadt: Georg Philipp Telemann. Besonders
aufmerksam sollten Sie den Kreuzgang anschauen. Er besteht aus 32
Rundbögen, und nicht eine seiner Säulen und Kapitelle kommt ein zweites
Mal vor. Ausstellungen vergangener und zeitgenössischer Kunst beleben
nicht nur diesen Kreuzgang, sondern den gesamten einstigen Klausurtrakt.
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Magdeburger Halbkugeln'
Den ,Magdeburger
Reiter', das Symbol der Stadtfreiheit - und unter diesem Titel auch
Vorbild für viele Städteverfassungen - können Sie am Alten Markt vor
dem Rathaus bewundern. Es ist das älteste freistehende nachantike
Reiterstandbild und soll Otto I.
darstellen. Allerdings 'reitet' der
Reiter unterm Baldachin als Kopie - das um 1249 geschaffene Original steht
im Kunsthistorischen Museum. Dort sind auch die durch Vakuum geschlossenen
,Magdeburger Halbkugeln' zu studieren, die keine zehn Pferde
Auseinanderreißen können. Ruhm erlangte damit Otto von Guericke. Er war
aber nicht nur Naturforscher und Physiker, sondern ebenso Bau- und Bürgermeister
der Stadt. So stand der Wiederaufbau Magdeburgs nach dem Dreißigjährigen
Krieg unter seinem Einfluss. Die Elbufer-Promenaden hingegen gehen auf
Entwürfe Lennes, den Gartenbaukünstler des 18./19. Jahrhunderts zurück.
Erst 1974 wurden diese verwirklicht. Blumenrabatten, Bäume und Bänke säumen
seither das Ufer der Elbe in Magdeburg.
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