Sicherheit während der Fahrt

Oftmals wird, vor allem in unbekannten Ländern, das Sicherheitsrisiko unterschätzt. Zur Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie deshalb folgende Punkte beachten.

Geschwindigkeit
Bei Wohnmobil-Urlaub gilt die Devise "der Weg ist das Ziel". Und dennoch sind die Wohnmobile stark motorisiert und unterliegen bis 3,5 to Zulässiges Gesamtgewicht keiner Geschwindigkeitsbegrenzung. Über 3,5 to sind nur 100 km/h erlaubt.

Nehmen Sie keine Anhalter mit.

Halten Sie bei Fahrzeugpannen anderer Verkehrsteilnehmer nicht an, sondern benachrichtigen Sie die nächste Polizeistelle, Werkstatt oder Tankstelle. Notieren Sie sich das polizeiliche Kennzeichen des liegen gebliebenen Fahrzeugs.

Halten Sie nicht an, wenn Sie von einem vorbeifahrenden Fahrzeug auf einen 'Mangel' an Ihrem Wagen hingewiesen werden. Notieren Sie sich das polizeiliche Kennzeichen des vorbeifahrenden Fahrzeugs und gehen dem Hinweis an der nächsten Tankstelle nach.

Fahren Sie in fremden Ländern nicht mehr nach Einbruch der Dunkelheit.

Werfen Sie einen Blick in den Innenraum Ihres geparktes Fahrzeug bevor Sie einsteigen, auch auf den Boden vor den Rücksitzen.

Haben Sie sich verfahren, informieren Sie sich nicht bei Passanten auf der Straße, sondern fahren Sie zur nächsten Tankstelle.

Übernachten Sie nie auf freier Strecke, einem Parkplatz oder einem Rastplatz in Ihrem Auto. Suchen Sie mit dem Wohnmobil immer einen Campingplatz auf.

Tragen Sie auf der Straße keinen Schmuck; Fotoapparate, Handtaschen und ähnliche Gegenstände immer an einem Tragriemen um Hals und Schulter auf der Vorderseite Ihres Körpers.

Besuchen Sie lokale Märkte oder fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, U-Bahn usw.) seien Sie vor Taschendieben auf der Hut.

Übernachtung im Wohnmobil

Campen und Übernachten
Hier trennt der Gesetzgeber in: "campingähnlichen Betrieb" (im Klartext wenn z.B. Tische und Stühle aufgestellt werden außerhalb eines Campingplatzes) und "Übernachtung". Während das Campen in freier Natur in den meisten Ländern verboten ist, ist das einmalige Übernachten in den meisten Ländern erlaubt. Als Faustregel gilt: Wenn übernachten nicht durch ein ausdrückliches Schild verboten ist, darf man auch übernachten.

Übernachten Sie aus Sicherheitsgründen immer auf Campingplätzen (Caravan Parks - Trailer Parks - Rv Parks - Campgrounds - usw.)

Falls Sie einmal keinen Campingplatz mehr anfahren können, suchen Sie die Nähe von bewohnten Häusern oder einer Ortschaft auf oder, falls möglich, schließen Sie sich einem anderen Wohnmobil an.

Übernachten Sie nicht direkt am Strand. Das Ansteigen des Meeresspiegels bei Flut kann eine große Gefahr darstellen; Salzwasser verursacht Korrosionsschäden am Fahrzeug, die nicht versichert sind, und für die Sie haften.

Übernachten Sie nicht in trockenen Flussbetten (Furten - Dips). Von Ihnen nicht bemerkte Regenfälle am weit entfernten Oberlauf können innerhalb kurzer Zeit den Fluss stark anschwellen lassen und das ganze Gebiet überschwemmen.

Parken Sie das Fahrzeug möglichst nicht unter Bäumen und öffnen eine vorhandene Dachentlüftungsklappe. Tiere könnten sich herabfallen lassen und von oben in das Fahrzeug eindringen.

Die Abwässer:

In den Campingfahrzeugen gibt es allerlei Abwässer; zumindest Spül- und Waschwasser.

Es darf nicht sein, diese Abwässer einfach durch den Abfluss des Wohnwagens ins Freie laufen zu lassen! Hygiene und Umweltschutz verbieten solch einfache Lösung.

Motorcaravans haben meist Abwassertanks. Gibt es keinen – vor allem bei Wohnanhänger – müssen Sie unter Ihr Fahrzeug einen Auffangbehälter stellen. Der will dann recht häufig geleert werden. Sehr praktisch ist eine so genannte schwedische Abwasserlunge, die an das Abflussrohr angeschlossen wird. Wenn Sie in Ihrem Wagen eine Chemie-Toilette haben, ist das recht angenehm. Aber es entsteht eben Abfall. Der wird in dem abtrennbaren Unterteil gesammelt. Bei modernen Toiletten wird er durch Chemikalien verflüssigt, sterilisiert und geruchlos gemacht. Aber auch dieser Behälter muss entleert werden. Auf den meisten Campingplätzen gibt es dafür Entleerungsstellen.

Steht keine Entleerungsstelle zu Verfügung – vor allem unterwegs – dann sollten Sie Ihren Campingspaten nehmen und diesen Abfall gut vergraben. Neue Gutachten von kompetenten Wissenschaftlern haben ergeben, dass die heute handelsüblichen Chemikalien keine Gefahr sind für Umwelt und Grundwasser.

Örtliche Kläranlagen können ebenfalls zur Entsorgung genutzt werden.

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