Natürlich lockt die neue Mobilität: Am liebsten würde man nur noch auf Achse sein und, wo es einem gefällt, das Abendlager aufschlagen. Sie tun sich und Ihrer Familie aber keinen Gefallen, wenn Sie Kilometer fressend durch die Lande ziehen. Zwar sollten Sie nicht generalstabsmäßig eine Route festlegen und akribisch alle Sehenswürdigkeiten abklappern, doch ein bisschen Planung spart Diskussionen an jeder nächsten Straßenkreuzung.

Wählen Sie für Ihren ersten Urlaub im Reisemobil ein nicht allzu weit entferntes Zielgebiet, das Ihrer Familie ein abwechslungsreiches Programm bietet: Neben Besuchen von kindgerechten Museen, Erlebnisbädern- oder Freizeitparks sollte es auch dem Bewegungsdrang der jüngeren Reisemobilsten entgegenkommen - dazu gehören etwa leichte Fahrradtouren oder kleine Wanderungen. Ein solches Programm sorgt dafür, dass abends im Kindernachtlager schnell Ruhe herrscht.

Während Sie so in kleinen Etappen ein Urlaubsgebiet erkunden, können Sie alle Möglichkeiten des mobilen Urlaubs ausloten. Testen Sie die außer der klassischen Variante Campingplatz ruhig auch einmal die Möglichkeit, autark zu übernachten - also ohne Stromanschluss, auf freien Stellplätzen.

Dennoch gilt: Weil der ungewohnte Umgang mit der Haustechnik im Reisemobil nicht unbedingt auf Anhieb klappen muss, steuern Sie für die erste Übernachtung auf jeden Fall einen Campingplatz an. Dort finden Sie immer einen erfahrenen Nachbarn, der bei Problemen gerne weiterhilft.

Für die Planung Ihres ersten längeren Urlaubs mit dem Mobil gibt es eine einfache Faustregel: Je kleiner die Kinder sind, desto länger sollten Sie an einem Ort bleiben. Im Falle eines dreiwöchigen Urlaubs etwa empfiehlt es sich, ein einhalb bis zwei Wochen auf einem Campingplatz im Urlaubsgebiet zu verbringen, den Sie recht frühzeitig buchen sollten. Die übrige Zeit nutzen Sie am besten für eine gemütliche An- und Abreise in kleinen Etappen und mit interessanten Abstechern. Die Jüngsten werden es Ihnen mit mehr Ausgeglichenheit danken. Wer täglich die Umgebung wechselt, zwingt den Kindern nicht nur einen ungewohnten Tagesrhythmus auf, sondern nimmt ihnen auch die Möglichkeit, Freundschaften zu schließen, die Umgebung zu erkunden, sich sicher zu fühlen. Wer seinen Kindern dafür Zeit gibt, wird erleben, wie selbständig schon Vierjährige ihren eigenen Interessen nachgehen und den Eltern damit Ruhepausen gönnen.

Auch Jahreszeit und Reiseziel bestimmen das Wohlbefinden der ganzen Familie. Heißes, trockenes Klima etwa belastet die Kids, und selbst nachts finden sie im aufgeheizten Mobil kaum Erholung. Unausgeschlafene Kinder, die sich tagsüber in der Hitze quälen, sind erfahrungsgemäß nur schwer Zufriedenzustellen.

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